Mit dem Unentschieden in Extremis (102. Minute der Verlängerung) am Donnerstag gegen den FC Koper aus Slowenien hat sich der FC Vaduz in die dritte Runde der UEFA Europa Conference League gekämpft. Immer schwierig zu beurteilen, was ein solcher Effort unter der Woche für das Liga-Spiel am darauffolgenden Wochenende bedeutet. Schwinden langsam die Kräfte, nach der zweiten englischen Woche in Serie? Oder können ob des Erfolges neue Kräfte freigesetzt und der Schwung in die Meisterschaft, in diesem Falle gegen den FC Wil 1900, mitgenommen werden?
Der Start in die Vorrunde der Challenge League lief für die Fürstentümer nicht optimal. Sowohl gegen den FC Aarau als auch gegen Yverdon-Sport resultierte ein Unentschieden und beide Male konnte der Punkt erst in den letzten Spielminuten gesichert werden. Mit Tunahan Cicek verfügen die Liechtensteiner über eine Allzweckwaffe, die in den ersten Spielen dieses Jahres bereits wieder dreimal getroffen hat. Allerdings wurden mit Obexer, Di Giusto, Rapp und seit vergangener Woche mit Schmid auch namhafte Abgänge verzeichnet. Gut möglich, dass der FC Vaduz auf dem Transfermarkt nochmals aktiv werden wird.
Der FC Wil 1900 möchte in diesem Spiel sein Heimgesicht zeigen und einen weiteren Sieg in der noch jungen Saison einfahren. Die beiden ärgerlichen Gegentore gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy wurden analysiert und entsprechende Lehren gezogen. Der ehemalige Vaduzer Tim Staubli wird weiterhin verletzungsbedingt fehlen, wie auch Brahimi, Zumberi, Bega und Zali. Für den wieder genesenen Sebastian Malinowski wird es das erste Heimspiel seit fast einem Jahr. Am 7. August 2021 stand er das letzte Mal im Sportpark Bergholz in einem Pflichtspiel auf dem Platz.
Wir freuen uns auf eine packende Partie mit einer gewohnt kleinen, aber feinen Ausgabe eines Streetfood-Festivals vor dem Stadion. Dieses ist ab 12:00 Uhr geöffnet.
HOPP WIL!