Der FC Wil 1900 hat im dritten Anlauf endlich den ersten Saisonsieg gegen Stade Nyonnais eingefahren. Nach einem frühen Rückstand bewiesen die Äbtestädter Moral, drehten das Spiel und brachten den knappen 2:1-Erfolg mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung über die Zeit. Besonders bemerkenswert: Trainer Marco Hämmerli hatte aufgrund der angespannten Personalsituation nur zwei Feldspieler aus dem Profikader auf der Bank. Trotzdem hielt sich die Mannschaft diszipliniert an den Matchplan und verdiente sich die drei Punkte mit geschlossenem Teamgeist.

Erste Halbzeit: Früher Schock, aber Wil reagiert stark
Wie schon in Vaduz geriet Wil früh in Rückstand. Bereits in der 14. Minute liess sich die neu formierte Defensive mit einem langen Ball aushebeln. Sylvestre-Brac setzte Traore in Szene, der mit Tempo in den Strafraum eindrang und Laidani mit einem satten Schuss keine Chance liess – 0:1 für die Gäste.

Doch diesmal liess Wil den Kopf nicht hängen. Nur wenige Minuten später folgte die perfekte Antwort: Ein klug gespielter Steilpass aus der Verteidigung fand Akinola, der den Ball in überragender Manier weiterleitete zu Hajij. Der Wiler Stürmer blieb eiskalt und traf mit einem präzisen Abschluss zum 1:1-Ausgleich (23.).

Bis zur Pause dominierte Wil das Spielgeschehen, konnte aber die Überlegenheit nicht in ein weiteres Tor ummünzen.

Zweite Halbzeit: Guzzo trifft – Wil bringt Führung über die Zeit
Nach der Pause übernahm Wil sofort wieder die Kontrolle – und wurde belohnt. In der 54. Minute führte ein Freistoss von Hanke zur verdienten Führung. Crnovrsanin hatte im Strafraum das Auge für den mitgelaufenen Guzzo, der den Ball aus sieben Metern kompromisslos in die Maschen haute – 2:1 für Wil! Es war Guzzos erstes Challenge-League-Tor überhaupt, ein Treffer zur richtigen Zeit.

Nyonnais gab sich jedoch nicht geschlagen. In der 57. Minute hatte Ndongo die grosse Chance zum Ausgleich, setzte den Ball aber aus drei Metern über das Tor – Glück für Wil. Danach kontrollierten die Gastgeber das Spiel clever. Defensiv stabil, mit gutem Positionsspiel und sicherem Passspiel hielten sie Nyon weitestgehend vom eigenen Tor fern.

In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend: In der 95. Minute bekam Nyonnais einen Freistoss aus gefährlicher Position, doch Escorza setzte den Ball in die Mauer. Kurz darauf ertönte der Schlusspfiff – der erste Wiler Saisonsieg gegen Nyonnais war perfekt.

Fazit und Ausblick: Teamgeist bringt Wil den verdienten Erfolg
Dieser Sieg war das Resultat eines geschlossenen Mannschaftsauftritts. Trotz der angespannten Personalsituation zeigte Wil eine konzentrierte Leistung, hielt sich diszipliniert an den Matchplan und verdiente sich die drei Punkte mit einer stabilen Defensivarbeit. Während Wil den Anschluss ans Tabellenmittelfeld hält, steckt Stade Nyonnais weiterhin tief in der Krise. Auch im vierten Spiel unter Trainer Binotto bleibt das Team ohne Sieg.

Für Wil geht es nun mit Rückenwind weiter: Am kommenden Sonntag trifft das Team zu Hause auf den Tabellenführer aus Thun. Dort soll der nächste Schritt gemacht werden.

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