Am Samstag um 18.00 Uhr empfängt der FC Wil 1900 in der Lidl Arena den Tabellenletzten AC Bellinzona. Die Ausgangslage ist klar: Mit einem Sieg würde Wil den Vorsprung auf die Tessiner auf 14 Punkte ausbauen – bei deutlich besserem Torverhältnis. Ein Erfolg wäre wohl gleichbedeutend mit dem frühzeitigen Schritt zum Liga-Erhalt.

Noch sind es elf Punkte Vorsprung. Mit einem Dreier würden daraus 14 – und angesichts der verbleibenden elf Spiele wäre das ein sehr gutes Polster. Es liegt an der Wiler-Elf, die letzten rechnerischen Abstiegssorgen frühzeitig zu begraben und den Fokus danach konsequent nach vorne zu richten.

Die Basis stimmt
Der Punkt am letzten Wochenende war kein Zufall. Trotz improvisierter Defensive, trotz Verletzung von Julind Selmonaj und trotz ungewohnter Umstände zeigte die Mannschaft Charakter. Defensiv steht die Hämmerli-Equipe aktuell sehr stabil: In sieben der letzten zehn Spiele blieb man ohne Gegentor. Auch gegen Xamax liess man kaum klare Möglichkeiten zu, überstand Druckphasen und war insgesamt näher am Sieg. Die Struktur stimmt. Die Ordnung stimmt. Die Mentalität stimmt. Auch wenn ein sehr grosser Wehrmutstropfen bleibt: Selmonaj wird dem FC Wil 1900 nach seinem Kreuzbandriss bis Ende Jahr fehlen. Ein schwerer Rückschlag – sportlich wie menschlich. Wir wünschen eine gute und schnelle Genesung! 

Das einzige offene Thema: die Offensive
Was seit vielen Monaten fehlt, ist die Effizienz. Auch zuletzt in Neuenburg waren die Chancen da: mehrere Situationen wurden im letzten Moment geblockt. Es ist kein Mangel an Möglichkeiten. Es ist die letzte Konsequenz. Mehr als zwei Tore in einem Spiel gelangen in dieser Saison noch nie. Genau dort liegt der nächste Entwicklungsschritt. In den letzten vier Monaten hat man nur 3-mal verloren. Nicht auszurechnen, was wäre, wenn der miserable Saisonstart nicht gewesen wäre. 

Bellinzona unter maximalem Druck
Bellinzona reist als Schlusslicht an – nach einem deutlichen 0:4 gegen Yverdon. Die Tessiner kassieren im Schnitt fast zwei Gegentore pro Spiel und kämpfen mit defensiver Stabilität. Doch gerade deshalb ist Vorsicht geboten. Ein angeschlagener Gegner spielt oft mit maximalem Risiko. Für Bellinzona ist es eine der letzten realistischen Chancen, den Rückstand zu verkürzen. Wil muss deshalb von Beginn an Klarheit schaffen.

Heimspiel unter Flutlicht
Die Mannschaft weiss, was auf dem Spiel steht. Er würde die Entwicklung dieser jungen Mannschaft unterstreichen: stabil, reif, lernfähig. Jetzt geht es darum, die Chancen zu nutzen – und die Saison endgültig auf sichere Beine zu stellen. Schmid und Rapp werden bei den Wilern zurück sein – einzig Diarra und Selmonaj fehlen verletzt. Wir freuen uns auf alle Fälle ein grossartiges Spiel bei frühlingshaften Temperaturen.

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