0:1 hiess es nach fünf Minuten, 0:1 lautete auch das Schlussresultat. Der FC Wil 1900 zeigte im letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart defensiv erneut eine starke Leistung, offensiv fehlte wie schon gegen St.Gallen die Durchschlagskraft. Der Wehmutstropfen im Zürcher Heerenschürli: Mittelfeldmann Ismaili brach sich wie vor wenigen Monaten den linken Unterarm und fällt lange aus.

Der Stadtclub startete druckvoll ins Spiel und störte unsere Wiler bereits früh im Aufbauspiel. Nach vier Minuten trat Blerim Dzemaili einen Corner zur Mitte. Gnonto, seines Zeichens italienischer Nachwuchsnationalspieler, erzielte aus dem Getümmel das 1:0. Die Zürcher waren in der ersten Halbzeit spielbestimmend und liessen den Ball schnell in den eigenen Reihen zirkulieren. Die Wiler ihrerseits verteidigten gut – insbesondere das Innenverteidiger-Duo Talabidi/ Izmirlioglu scheint immer besser zu harmonieren.

Während der gesamten ersten Halbzeit zeigte sich, warum der FCZ in dieser Saison der unbestrittene Leader der höchsten Schweizer Spielklasse ist. Der Erfolg liegt im Kollektiv. Die Zürcher wissen, was sie können. Aber sie wissen auch, was sie nicht können. Jeder läuft für den anderen und die Offensive hilft sehr häufig in der Defensive aus. Entsprechend war die Partie kein Spektakel, aber insgesamt eine spannende Testspielpartie. Dies lag auch an den Wilern, die in Halbzeit zwei besser in die Partie fanden und dem FCZ die Stirn boten. Es bleibt abzuwarten, ob die Ladehemmungen der letzten beiden Partien gegen Gegner der Challenge League abgebaut werden können. Trotz der Niederlage kann man mit der Leistung in der zweiten Halbzeit positiv zum Rückrundenstart blicken.

Leider wird der FC Wil 1900 in den kommenden Monaten auf Argitim Ismaili verzichten müssen. Das 22-jährige Talent brach sich in der 20. Minute denselben Arm wie im Herbst des Vorjahres. Wir wünschen Argtim ganz gute Besserung!

HOPP WIL.
chliinä Club, grossi Gschichtä

FC Zürich – FC Wil 1900 1:0 (1:0)

Sportanlage Heerenschürli, Zürich-Schwamendingen, Schiedsrichter: Fähndrich

Tore: 5. Gnonto 1:0

FC Zürich: Brecher; Mets, Kryeziu, Kamberi (46. Gogia); Aliti, Krasniqi (81. Reichmuth), Doumbia (61. Seiler), Dzemaili (81. Hodza), Boranijasevic (71. Rohner); Kramer, Gnonto (61. Khelifi)

FC Wil 1900: Keller; Frei (Dickenmann), Izmirlioglu (Tonbul), Talabidi, Brahimi (Heule); Zumberi (Coric), Muntwiler, Ismaili (Jones); Bahloul (Miranda), Touré (Abazi), Lukembila (Daniel)

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