Die Munotstädter sind das Team der Stunde. Kaum ein Fussballexperte hätte drauf gewettet, dass es die Schaffhauser sind, die so kurz vor Schluss vom zweiten Tabellenplatz grüssen werden – noch vor dem selbst ernannten Aufstiegsanwärter FC Aarau. Allerdings – und das freut uns besonders – musste der FC Wil 1900 diese Saison noch keine Niederlage gegen den FC Schaffhausen hinnehmen. Aus drei Spielen holte man satte sieben Punkte. Da ärgert es umso mehr, dass die Äbtestädter aktuell vom 8. Tabellenrang grüssen und das Team des Trainergespanns Yakin/Andermatt mit dem Aufstieg liebäugelt. Insgesamt sind es ungleiche Vorzeichen in diesem epischen Duell.
Schaffhausen hat die günstige Tabellensituation vor allem einer sehr starken Rückrunde mit zuletzt 22 Punkten aus neun Spielen zu verdanken. Das ist Liga-Spitze! Die Favoritenrolle ist klar verteilt. Hinzu kommt, dass die gelb-schwarzen in der Wefox-Arena eine Macht sind – trotz sehr schwachem Fanaufkommen wegen eines Boykottes in den letzten Monaten. Was gibt es sonst noch zu berichten und was spricht für die Wiler? Sicherlich der Auftritt letzte Woche gegen den FC Stade Lausanne Ouchy. Das «Total-bei-der-Sache-sein» im Training. Die Gelbsperre der Schaffhauser Padula und Bislimi – zwei unbestrittene Stammspieler, die Teil der starken Zentralachse sind. Und die interessante Wiler-Rolle eines möglichen Spielverderbers in den kommenden Spielen. Gegen Vaduz, Winterthur und auch gegen Schaffhausen könnte man das Zünglein an der Waage spielen.
Dem Wiler Trainergespann stehen beinahe alle Akteure wieder zur Verfügung – Malinowski, Bega und Reichmuth fehlen weiter verletzungsbedingt.
HOPP WIL.
chliinä Club, grossi Gschichtä