SC Kriens – FC Wil 1900 2:1 (2:0)
Samstag, 9. April 2022
Eine katastrophale Leistung zeigten die Wiler speziell in Durchgang eins. Kein einziger Torschuss gegen den Tabellenletzten Kriens ist selbstredend zu wenig. 29 Runden sind in der Dieci Challenge League gespielt und der Wiler Anhang sah im Stadion Kleinfeld eine der wohl schlechtesten Leistungen des Teams seit Coach Iacopetta an der Seitenlinie steht.
Ohne Aggressiv-Leader Muntwiler und Routinier Brahimi starteten die Wiler an diesem kalten Aprilabend in die Partie. Die übrigen Stammkräfte waren allesamt verfügbar. 580 Zuschauerinnen und Zuschauer wollten sich eines der letzten Spiele des SC Kriens in der Challenge League nicht entgehen lassen. Die Frage, wer bereits als sicherer Absteiger feststand, liess sich nie mit Sicherheit beantworten, weil Kriens während der anschliessenden 90 Minuten schwung- und lustvoller spielte. Nach 15 Minuten bereits sah sich die Wiler Mannschaft mit einem 2:0 Rückstand konfrontiert, Mulaj und Avdijaj nahmen die Einladungen dankend an. Wer nach diesem Kaltstart eine Wiler Reaktion erwartete, wurde während den restlichen Spielminuten der ersten Halbzeit enttäuscht. Zwingende Chancen gab es gegen die tief stehenden Krienser erst ab Durchgang zwei. Diese hätten aber zielstrebiger vollendet werden müssen, um das Ruder noch herumzureissen. Erst wenige Minuten vor Schluss konnte der eingewechselte Rustemoski, welcher nochmals Schwung in die Partie brachte, den Anschlusstreffer erzielen. Mehr lag an diesem Abend nicht drin.
Ob man den Gegner unterschätzt hatte oder ob die Luft (hoffentlich nicht bereits acht Runden vor Schluss!) draussen ist, gilt es nun genauestens zu beurteilen. Ein Ausrutscher kann passieren und sollte auch nicht als Kollateralschaden beurteilt werden. Sieben Spiele (Vier Mal davon zu Hause) haben die Wiler nun noch Zeit, um zu zeigen, dass es nur dieser eine Match war, der aus dem Gedächtnis gestrichen werden kann. Alle Supporter des FC Wil 1900 erwarten eine deutliche Leistungssteigerung, spätestens am kommenden Samstag gegen Stade Lausanne Ouchy.
HOPP WIL.
chliinä Club, grossi Gschichtä
Telegramm:
SC Kriens – FC Wil 1900 2:1 (2:0)Stadion Kleinfeld, Kriens: 580 Zuschauer – Schiedsrichter: von Mandach.
Tore: 12. Mulaj 1:0, 15. Avdijaj 2:0, 86. Rustemoski 2:1.
Kriens: Neuenschwander; Bürgisser (89. Bollati), Isufi, Ivanoc, Busset; Lang, Aliu, Mistrafovic, Balaruban; Mulaj (82. Yesilcayir); Avdijaj
Wil: Keller; Dickenmann, Talabidi, Sauter, Heule (76. Frei); Zumberi (56. Rustemoski), Ndau (90. Abazi), Fazliu; Bahloul (76. Bahloul), Silvio, Toure (56. Lukembila).
Bemerkungen: Kriens ohne Urtic (gesperrt), Harambasic, Alessandrini, Marleku, Binous, Sessolo, Costa, Goelzer (alle verletzt) und Djorkaeff (nicht im Aufgebot). Wil ohne Muntwiler, Brahimi, Tonbul (alle gesperrt), Reichmuth, Bega (beide krank), Malinowski, Ismaili (beide verletzt) und Abubakar (nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 50. Zumberi, 67. Sauter, 69. Bürgisser.