Wenn am Samstagabend um 18.00 Uhr der FC Wil 1900 auf Stade-Lausanne-Ouchy trifft, werden die Äbtestädter auf und neben dem Platz in veränderter Konstellation auflaufen. Serkan Izmirlioglu wird genauso fehlen wie Mittelfeldregisseur Lavdim Zumberi. Beide sitzen je eine Sperre ab, die sie sich in der vergangenen Partie gegen Winterthur eingefangen haben. Zudem ist auch Burim Kukeli abwesend, der eine weitere Kurswoche für seine UEFA Pro Lizenz absolviert. Brunello Iacopetta wird also gefordert sein und es darf spekuliert werden, ob mit Sauter/Talabidi das jüngste Innenverteidigungs-Duo der Schweizer Profi-Ligen auflaufen wird, oder ob der Trainer mit Philipp Muntwiler den Routinier zurück in die Abwehr beordert.
Der Gegner aus Lausanne ist eine wahre Wundertüte. Auf eine verdiente Niederlage gegen Kriens Ende Oktober folgte wenige Wochen später ein Sieg gegen Aufstiegskandidat Thun. Besonders schmerzhaft in Wiler Erinnerung bleibt das letzte Duell am 2. Oktober 2021, das bis zur 89. Minute 2:1 für den FC Wil 1900 stand, ehe das Spiel in den Schlussminuten von den Waadtländern gedreht wurde.
Mit der Partie am Samstag trifft das angriffsstärkste auf das defensivstärkste Team, und das angriffsschwächste auf das verteidigungsschwächste (Kriens ausgeklammert). Ouchys Angriff erzielte in der bisherigen Vorrunde 21 Tore – der Wiler Angriff in der gleichen Spielzeit 34. Zum Glück stehen die Waadtländer defensiv gut: 20 zugestandene Treffer sind bester Wert der Dieci Challenge League. Die Wiler sind mit 33 erhaltenen abgesehen von Kriens das anfälligste Team der Liga. Wenn man die letzten sieben Partien anschaut, ist die Statistik noch viel verrückter: Der FC Wil 1900 weist ein Torverhältnis von 20:14 auf, die Waadtländer eines von 3:4. Gut möglich, dass die Lausanner Fans etwas mehr Spektakel als in den vergangenen 630 Fussballminuten zu sehen bekommen werden.
Der FC Wil 1900 wird gegen Stade-Lausanne-Ouchy nebst Izmirlioglu/Zumberi auf die Verletzten Nils de Mol, Sebastian Malinowski, Argtim Ismaili, Josiah Daniel und Umar Saho verzichten müssen. Wir wünschen der Mannschaft in diesem letzten Spiel der Vorrunde viel Glück und wünschen allen Fans, Spielern und dem Staff anschliessend einen verdienten Urlaub.
HOPP WIL
chliinä Club, grossi Gschichtä