FC Vaduz – FC Wil 1900 5:2
Freitag, 6. Mai 2022

Am Ende dieses Fussballabends in Vaduz konnte man sich fragen, ob eine Modusänderung nicht auch der Challenge-League gut täte. Die Luft war auf beiden Seiten nach einer langen Saison draussen und die gezählten 500 Zuschauer waren froh, als Schiedsrichter Piccolo das Spiel pünktlich abpfiff. Herzerwärmend war das gezeigte in keiner Phase des Spiels.

Um was im Rheinparkstadion ging, beantwortete Wil-Trainer Iacopetta bereits mit der Mannschaftsaufstellung. Einige der Spieler, die wegen einer weiteren gelben Karte im Derby gegen Winterthur gesperrt wären, schonte der Wil-Coach mit Blick auf kommenden Montag. Auch im Tor gab es eine Rochade: Stammkeeper Marvin Keller machte seit langem wieder mal Platz für Nils de Mol.

Den besseren Start erwischten die Vaduzer. Tunahan Cicek traf nach nur sieben Minuten zum 1:0. Ziemlich postwendend war es Yannick Toure, der völlig freistehend für die Wiler ausglich. Zwanzig Minuten später folgte eine Duplizität der Ereignisse.  Erneut waren es die Hausherren, die in Führung gingen – dieses Mal dank Mittelfeldspieler Ris. Diese zweite Führung hielt wiederum wenige Minuten stand. Erneut war es Toure, der für die Wiler ausglich. Mit diesem Unentschieden ging es in die Pause. Zumindest in punkto Torflut war etwas Spektakel, das im Rheinpark-Stadion gezeigt wurde.

In der zweiten Halbzeit war Vaduz die spielbestimmende Mannschaft, auch wenn die Wiler hinsichtlich Ballbesitz, Eckbällen aber eben auch Fehlschüssen die Nase vorn hatten. Das nützt leider reichlich wenig, wenn die Kaltblütigkeit fehlt. Wie eine solche aussieht, demonstrierten die Vaduzer eindrücklich. Drei Tore innerhalb von neun Minuten sorgten im Rheinpark für das klare Verdikt zu Ungunsten der Wiler. In der Schluss-Halbstunde plätscherte das Spiel vor sich hin. Einzig erwähnenswertes Highlight: Argitim Ismaili kehrte nach langer Verletzung erstmalig in der Rückrunde auf den Fussballplatz zurück – anstelle von Captain Muntwiler. Damit wird die Verletztenliste weiter ausgedünnt.

Klar ist: Die Leistung gegen Vaduz wird bei weitem nicht ausreichen, um am kommenden Montag dem FC Winterthur die Aufstiegssuppe gehörig zu versalzen. Bleibt zu hoffen, dass sich der gezeigte Schongang ausbezahlen wird und wir in voller Hütte unseren FC Wil 1900 zu weiteren drei Punkten peitschen können.

HOPP WIL.
chliinä Club, grossi Gschichtä

FC Vaduz – FC Wil 1900 5:2 (2:2)
Rheinpark Stadion, Vaduz: 1198 Zuschauer – Schiedsrichter: Piccolo

Tore: 7. Cicek 1:0, 10. Toure 1:1, 32. Ris 2:1, 34. Toure 2:2, 51. Fehr 3:2, 55. Cicek 4:2, 60. Di Giusto 5:2.

Vaduz: Büchel; Fehr, Schmid, Iodice, Hug (26. Obexer); Omerovic (88. Staubli), Dobras (70. Gomes); Ris (70. Ulrich), Cicek, Di Giusto (88. S. Lüchinger); Sutter.
Wil: De Mol; Frei, Zali (46. Talabidi), Tonbul, Brahimi (81. Heule); Ndau, Muntwiler (64. Isamili), Fazliu; Bahloul (81. Abazi), Toure, Lukembila (64. Saho).

Bemerkungen: Vaduz ohne Gasser (gesperrt), Rahimi, Wieser, Rapp, Antoniazzi (alle verletzt), Capozzi, Saglam, Strübi und G. Lüchinger (alle nicht im Aufgebot). Wil ohne Zumberi (krank), Sauter, Rustemoski, Reichmuth, Malinowski, Bega (alle verletzt) und Abubakar (nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 18. Muntwiler, 38. Ndau, 71. Büchel, 76. Talabidi, 89. Toure.

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