Wenn der FC Wil 1900 morgen gegen den FC Stade Lausanne Ouchy spielt, ist es die Partie des Tabellenersten der Dieci Challenge League gegen den Tabellenzweiten. Eine grossartige Affiche, die uns erwartet! Einen kleinen Haken hat die beschriebene Tabellensituation: Es ist die alleinige Betrachtung auf die vergangenen fünf Spiele.
Wenn man diese reduzierte Betrachtungszeit vertieft, dürfte eine andere Statistik ebenfalls erstaunen. Es ist nämlich auch das Duell der besten beiden Verteidigungen der vergangenen fünf Spieltagen. Wil bekam lediglich sieben Tore, der FC Stade Lausanne Ouchy gar nur deren vier. Nun, die Saison hat bekanntlich 36 Spieltage und der FC Wil 1900 erlebte ebenfalls einige Tiefs. Auf eine wochenlange Serie der Ungeschlagenheit folgte meist eine längere Pechsträhne. Wir sind gespannt, welches Gesicht die Mannschaft von Brunello Iacopetta diesen Samstag zeigen wird.
Obschon bei den Waadtländern Toptorschütze Brighton Labeau wegen einer Sperre fehlen wird, spricht einiges für die Romands. Sie gehören durchaus zum erweiterten Kreis der Barrage-Platz Anwärtern. Hinzu kommt: Die Wiler tun sich gegen das Gründungsmitglied des Schweizer Fussballverbandes (im Jahr 1895 noch unter dem Namen FC La Villa Ouchy) häufig sehr schwer. In Erinnerung sind immer noch die beiden ärgerlichen Niederlagen in der ersten Saisonhälfte. Einmal schaffte man es nicht, trotz 70-minütiger Überzahl zumindest einen Punkt aus der Romandie zu erkämpfen. Und am 2. Oktober führte man bis zur 83 Minute 2:1, ehe man sich nach einem Eigentor Muntis und eines Tors in der 94. Minute Labeaus mit 2:3 geschlagen geben musste. Es spricht also viel für Ouchy, aber eigentlich riecht es auch nach Revanche.
Bei den Wilern fallen mit Sebastian Malinowski, Argtim Ismaili und Nils Reichmuth drei Spieler verletzt aus. Mit Leorat Bega und Kastrijot Ndau sind zwei Weitere fraglich.
HOPP WIL.
chliinä Club, grossi Gschichtä