Der FC Wil 1900 muss eine bittere Niederlage hinnehmen. Trotz fast 70 Minuten in Überzahl gelingt es den Äbtestädtern nicht, gegen Stade Lausanne-Ouchy zu punkten. Am Ende steht ein 1:2 – eine Niederlage, die sich die Wiler selbst zuzuschreiben haben.
Früher Platzverweis, doch Wil nutzt den Vorteil nicht
Das Spiel begann zunächst ausgeglichen, bis Ouchy-Verteidiger Rupp innerhalb von drei Minuten zwei Verwarnungen kassierte und bereits in der 29. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste. Doch anstatt die numerische Überlegenheit clever zu nutzen, präsentierte sich Wil defensiv zu anfällig. Nur zwei Minuten nach dem Platzverweis stimmte die Abstimmung zwischen Goalie Muslija und Schmid nicht, Caddy profitierte und schob ins leere Tor zur Führung für die Gastgeber ein. Sechs Minuten später legte Ouchy nach – Kayombo entwischte wiederum Schmid und erhöhte auf 2:0.
Ein völlig unnötiger Doppelschlag, der das Spiel auf den Kopf stellte. Hoffnung keimte jedoch noch vor der Pause auf: Nach einem Foul an Jacovic verwandelte Captain Ndau in der 41. Minute einen Foulpenalty souverän zum 1:2.
Wil rennt an – ohne Ertrag
Nach dem Seitenwechsel dominierte Wil das Spielgeschehen. Doch es blieb beim altbekannten Problem: In der Offensive fehlte die letzte Konsequenz. Ayo Akinola avancierte zum Pechvogel des Abends – gleich dreimal scheiterte er alleine vor Torhüter Da Silva. In der 54. Minute traf er sogar zum vermeintlichen Ausgleich, doch der Treffer wurde aberkannt. Auch ein Abschluss von Ndau (75.) sowie eine Chance von Borges kurz vor Schluss (88.) blieben ungenutzt.
Stade Lausanne-Ouchy verteidigte leidenschaftlich, nahm immer wieder Zeit von der Uhr und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Wil blieb trotz drückender Überlegenheit im zweiten Durchgang glücklos und kassierte damit die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen.
Fazit und Ausblick
Die Wiler müssen sich vor allem die schwache Chancenauswertung und die defensiven Aussetzer ankreiden lassen. In Überzahl zwei Gegentreffer zu kassieren, ist auf diesem Niveau schlicht zu viel. Am kommenden Freitag bietet sich die Gelegenheit zur Reaktion: Dann spielen die Äbtestädter auswärts gegen Bellinzona. Ein Sieg ist Pflicht, will man nicht weiter in der Tabelle abrutschen.