Was war das für ein Auftakt in die Rückrunde unseres FC Wil 1900! Ein begeisternder Offensiv-Fussball zeigte die Mannschaft von Brunello Iacopetta gegen Tabellenführer Vaduz. Einziger Wermutstropfen: Wer vier Tore schiesst, sollte eine Fussballpartie grundsätzlich auch gewinnen. Nicht so die Wiler: Bereits sieben Mal erzielten die Wiler diese Saison zwei Tore oder mehr und konnten die Partie nicht für sich entscheidend. Entsprechend lag auch in dieser Trainingswoche der Fokus auf der Defensive resp. den Umschaltmomenten. Erstmalig wird gegen Thun Innenverteidiger Timothie Zali spielberechtigt sein.
Was ist von den Oberländern zu erwarten? Sehr schwierig zu beantworten. Die Mannschaft ist eine Wundertüte sondergleichen und fährt auf der Tabelle aktuell Achterbahn. Hinzu kommt die eklatante Heimschwäche der Thuner, die sich in der Negativ-Tabelle nur von Tabellenschlusslicht Kriens geschlagen geben müssen. Vergangenes Wochenende musste der Saisonauftakt der Berner Oberländer wegen zu vieler Corona Fälle in den eigenen Reihen verschoben werden. Immerhin war zu vernehmen, dass in reduzierter Zusammensetzung der Betrieb zu Wochenbeginn wieder aufgenommen werden konnte. Sucht man den Formstand der Thuner in den Testspielen, wird man nicht wirklich schlauer: Einmal war die Mannschaft von Carlos Bernegger siegreich gegen den Vorletzten der Challenge League Xamax (3:1). Das andere Mal setzte es eine Kanterniederlage gegen YB ab (1:6). Schliesslich verliessen mit Toptorschütze Saleh Chihadeh und Nias Hefti zwei erfahrene Akteure den Verein im Winter. Verletzungsbedingt fehlen den Wilern aktuell Sebastian Malinowski und Argtim Ismaili – Ilan Sauter, Mergim Brahimi und Valon Fazliu sind fraglich.
Fazit: Ein angeschossenes Tier ist immer gefährlicher. So besagt es ein Sprichwort. Ob das auch für Thun gilt? Hoffen wir es nicht. Auf alle Fälle gilt: Hopp Wil.
HOPP WIL.
chliinä Club, grossi Gschicht