Am Sonntagnachmittag um 14.15 Uhr trifft der FC Wil 1900 zu Hause auf den FC Vaduz. Wir beschäftigen uns mit diesen drei Fragen:

  • Wie stark waren die Teams am Ende der Rückrunde wirklich?
  • Wer hat bei den Transferaktivitäten die Nase vorn?
  • Wie sind die Testspielresultate trotz Corona Pandemie, vielen Abwesenheiten und entsprechend reduzierten Trainingseinheiten zu werten?

Wir wagen eine Prognose:

Form vor der Winterpause
Die Vaduzer haben in den letzten neun Pflichtspielen nur einmal verloren: Es war dies Ende November 2021 – gegen den Wil 1900. Im Anschluss folgten zehn Punkte in vier Spielen und die Liechtensteiner grüssen von der Spitze der Tabelle. Die Äbtestädter wiederum verloren die letzten beiden Spiele vor Weihnachten gegen Stade Lausanne Ouchy und gegen Winterthur und sind auf Rang acht abgerutscht. Vorteil Vaduz.

Transferaktivitäten
Auf dem Transfermarkt waren beide Mannschaften aktiv. Die Wiler mussten mit Robin Kamber und Serkan Izmirlioglu zwei Leistungsträger gehen lassen, auf der anderen Seite kamen mit Emir Tonbul, Yannick Toure und Timothie Zali drei Talente in die Ostschweiz. Alle werden sich jedoch auf Challenge League-Ebene behaupten müssen. Der FC Vaduz hat Simani durch Omerovic (mit einer Saison Erfahrung in der Challenge League) ersetzt und Gabriel Lüchinger (verletzungsbedingter Langzeitausfall) durch Staubli (47 Super League Einsätze). Damit ist die Vaduzer Mannschaft auf ähnlichem Niveau wie vor der Winterpause. Nach dem Abgang von Mario Frick zu Luzern stiess Alessandro Mangiarratti als Chefcoach zu den Liechtensteinern. Vor rund 20 Jahren spielte er bei Wil und stieg damals unter Heinz Peischl in die höchste Schweizer Fussballiga auf. Beim 11:3 gegen den FC St.Gallen gehörte Mangiarratti zur Stammelf. Der Wiler Trainerwechsel kam sicherlich zum besseren Zeitpunkt. Die krankheitsbedingten Trainings-Abwesenheiten während des Winters waren wenig förderlich für einen neuen Cheftrainer. Aufgrund der Unerfahrenheit der Wiler dennoch: Leichter Vorteil Vaduz.

Testspiele
Bilanz FC Wil 1900: 2:2 gegen GC, 4:0 gegen Dornbirn, 0:1 gegen St.Gallen, 0:1 gegen Zürich.
Bilanz FC Vaduz: 4:0 Austria Lustenau, 3:1 FC St.Gallen U21. 1:2 GAZ Metan Medias, 0:3 FC Lugano.
Wer wie die Wiler in drei Partien gegen Super League-Vertreter mithalten konnte (unter anderem gegen den Leader und trotz krankheitsbedingten Ausfällen) muss sich vor keiner Mannschaft der Challenge League fürchten. Vaduz verlor gegen Lugano und Gaz Metan. Die anderen Testspielgegner sind nicht so stark einzuschätzen. Deshalb: Vorteil Wil.

Fazit
Für Hochspannung ist gesorgt – die Partie wird wohl ein enges Ding werden. Der Leader aus Vaduz wird gefordert sein. Unterstützt den FC Wil 1900 im Stadion Bergholz – es gelten die aktuellen BAG-Vorschriften bzgl. Corona! Verletzungsbedingt fehlen den Wilern aktuell Sebastian Malinowski und Argtim Ismaili, Ilan Sauter ist fraglich. Wir freuen uns auf das Regionenderby. Hopp Wil.

HOPP WIL.
chliinä Club, grossi Gschichtä

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