Natürlich war es ein Testspiel. Klar stand nicht das Resultat im Vordergrund. Und dennoch wurmt die 0:1 Niederlage, weil Derbys gegen St.Gallen mehr als nur Fussballspiele sind. Die Wiler waren während 65 Minuten dem Super League-Vertreter ebenbürtig, bis die gewohnte Testspiel-Wechselorgie begann. Wil Trainer Brunello Iacopetta hatte im Vorfeld der Partie einige Sorgen: Er musste gleich auf acht Akteure krankheitsbedingt verzichten – bei sieben Spielern war der PCR Test negativ. Ebenfalls abwesend war Assistenztrainer Burim Kukeli. Er absolviert die Ausbildung zur UEFA Pro-Lizenz. Ersetzen wird ihn während seinen Abwesenheiten René Waldvogel, der bereits im Nachwuchs des FC St. Gallen und beim FC Rapperswil-Jona als Assistent von Iacopetta amtete. Wir freuen uns, René mit im Team zu haben und von seiner Erfahrung profitieren zu können.

Die erste Halbzeit des Revierderbys ist schnell erzählt: Der Klassenunterschied war bis zum Seitenwechsel nicht erkennbar. Die Wiler zeigten eine vorzügliche Leistung, defensiv solide und offensiv mit spannenden Akzenten. Speziell der Wiler Neuzugang Toure blitze immer wieder mit seiner Klasse auf. Wir sind gespannt auf seine Auftritte in der Rückrunde.

In der zweiten Halbzeit ersetzte St.Gallen die komplette Mannschaft, einziger Wechsel bei den Wilern war die Torwartrochade von Keller zu de Mol. Dieser konnte sich in der zweiten Halbzeit mehrfach auszeichnen. Kurz nach Wiederanpfiff kratzte er einen Kopfball Schuberts mirakulös aus dem «Chribbel» – 12 cm Grössenvorteil reichten dem Österreicher nicht. Der nächste Auftritt de Mols folgte in der 75. Minute, als er den stark geschossenen Elfmeter von Guillemenot spektakulär rettete. Auch in der Folge griff der Schweizer Junioren-Nati-Torwart immer wieder klärend ein. Was für ein starker Auftritt! Als in der 85. Minute Schubert das 0:1 erzielte, war aber auch der 20-jährige Wiler Schlussmann machtlos. Fünf Minuten später pfiff Schiedsrichter Odiet die Partie ab.

Bei beiden Teams standen jeweils fünf Akteure im Einsatz, die in der Vergangenheit schon für den Gegner aufgelaufen sind – sei es im Nachwuchs oder in der Profimannschaft. Beim FC St. Gallen waren dies Duah, von Moos, Besio, Stergiou und Stillhart. Auf Seiten der Wiler Ismaili, Abazi, Izmirlioglu, Muntwiler und Coric.

Beide Mannschaften haben noch je ein Testspiel vor sich, bevor es in eineinhalb Wochen ernst gilt. Der FC Wil 1900 spielt am Samstag (22. Januar) um 14 Uhr auswärts gegen den FC Zürich, St.Gallen testet am Sonntag (23. Januar) um 14.30 Uhr auswärts gegen Schaffhausen.

HOPP WIL.
chliinä Club, grossi Gschichtä


FC Wil 1900 – St.Gallen 0:1 (0:0)
Sportpark Bergholz, Wil: keine Zuschauer – Schiedsrichter: Odiet.

Tore: 85’ Schubert 0:1

Wiler Aufstellung: Keller (De Mol), Dickenmann, Izmirlioglu (Tonbul), Sauter (Talabidi), Frei; Bahloul (Coric), Muntwiler (Ismaili), Reichmuth; Toure (Abazi), Silvio (Jones), Lukembila (Daniel)

St.Galler Aufstellung 1. Halbzeit: Watkowiak; Sutter, Stergiou, Maglica, Schmidt; von Moos, Görtler, Jankowitz, Babić; Duah, Youan.
St.Galler Aufstellung 2. Halbzeit: Abaz; Cabral, Nuhu, Stillhart, Stöber; Staubli, Jaćović, Besio, Lungoyi; Schubert, Guillemenot.

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