Wenn der FC Wil 1900 gegen den FC Winterthur spielt, ist das ein episches Duell. Die Frage stellt sich: Wer wird diesen Samstag als Sieger vom Platz gehen, im zweiten Derby der 18ten aufeinanderfolgenden, gemeinsamen Challenge-League-Saison? Findet Winterthur aus der Krise oder schafft unser FC Wil 1900 gar den Sprung auf den Barrageplatz?

Die Vorzeichen sind pandemiebedingt etwas spezieller: Die Winti-Fans sind wegen der Corona-Vorschriften des Bundes nicht im Stadion zugelassen. Der Wiler Anhang ist bezüglich Derbystimmung also gefordert. Vieles spricht am Samstag für das Team von Brunello Iacopetta. Seit sechs Spielen ungeschlagen, begeisternd mit offensivem Powerfussball und besonders stark gegen die Top-Teams der Liga Thun, Aarau, Vaduz, Schaffhausen, Xamax. Gegen diese Mannschaften holte das Team vom Brunello Iacopetta zuletzt elf von möglichen 15 Punkten, bei 13 geschossenen Toren – ein Schnitt von knapp drei Toren pro Spiel. Die Winterthurer ihrerseits sind in einer veritablen Krise. Die vergangenen drei Partien wurden verloren, der letzte Sieg datiert vom 23. Oktober gegen Tabellenschlusslicht Kriens. Wenn man eine Rangliste über die letzten fünf Runden erstellt, liegt Wil mit elf Punkten auf Rang eins und Winterthur mit zwei Zählern auf dem zehnten und letzten Platz! Ausserdem müssen die Eulachstädter auf den torgefährlichen Samir Ramizi verzichten, der eine Gelbsperre absitzt.

Natürlich wäre es fahrlässig, die Mannschaft vom Intermisduo Zuffi/Calla zu unterschätzen. Sie stellt die beste Verteidigung und mit dem Ex-St.Galler Roman Buess den besten Torschützen der Dieci Challenge League. Doch auch die ewige Bilanz zwischen den beiden Vereinen spricht für die Wiler: 53 Duelle, 26 Erfolge der Äbtestädter, 16 der Eulachstädter und elf Remis. Zuhause ist die Wiler Vorherrschaft noch ausgeprägter: 16 Siege, sechs Unentschieden und nur vier Niederlagen. Der letzte Winterthurer Sieg im Bergholz datiert vom 26. August 2017. Torschützen für den FC Winterthur waren Kwadwo Duah und Silvio. Richtig, unser Silvio – der in der Partie gegen Thun sein 100stes Challenge-League Tor schoss. Wow, und herzliche Gratulation!

Der FC Wil 1900 wird gegen Thun auf Nils de Mol, Sebastian Malinowski, Argtim Ismaili, Josiah Daniel und Umar Saho verzichten müssen. Der Spanier in Diensten der Wiler hat sich bei einem internen Testspiel gegen die U20 eine Knieverletzung zugezogen. Wir wünschen Umar ganz gute Besserung.

Wir warten gespannt auf das Fussball-Spektakel. Kommt vorbei und unterstützt den FC Wil 1900 lautstark!

HOPP WIL
chliinä Club, grossi Gschichtä

 

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Zum Editorial von Medienchef David Hugi

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