Trotz drei Punkten Rückstand ​auf den sportlich rettenden 6. Rang werden die FC-Wil-Frauen auch nächste Saison in der zweithöchsten Liga spielen. Der Grund liegt nicht auf dem Platz, sondern in der Struktur des Frauenfussballs: Gleich vier NLB-Klubs erfüllen die Nachwuchsauflagen nicht – Wil hingegen schon.

Bereits vor zwei Wochen war für die Wilerinnen klar; ein sportlicher Abstieg ist nicht mehr möglich. Grund dafür ist eine spezielle Ausgangslage im Schweizer Frauenfussball: Vier der zehn aktuellen NLB-Klubs – Etoile Carouge, Küssnacht, Oerlikon und Schlieren – erfüllen die Vorgabe nicht, mindestens zwei Juniorinnen-Teams im U13 bis U17-Bereich zu betreiben.

Nachwuchsförderung auch bei den Frauen
Während Oerlikon als letztjähriger Aufsteiger noch von einer Übergangsfrist profitiert, hätten die anderen drei Klubs diese Vorgabe per 1. April erfüllen müssen – was nicht geschehen ist. «Wer in der Nationalliga B spielt, muss auch Verantwortung für die Nachwuchsförderung übernehmen», sagt Wils Sportchef Jan Breitenmoser. Der FC Wil 1900 hat sich frühzeitig auf die Anforderungen eingestellt und bereits im vergangenen Jahr bei der Integration des NLB-Teams in die AG ein U14- und ein U16-Team aufgebaut.

Keine Absteiger – dafür mehr Teams
Der Schweizerische Fussballverband hat sich nun in Absprache mit den Klubs dazu entschieden, die Nationalliga B aufzustocken. Während zwei Aufsteiger aus der 1. Liga dazu stossen, gibt es keine sportlichen Absteiger. In der kommenden Saison sind damit in der NLB neu zwölf anstatt wie bisher zehn Klubs vertreten. Im Zuge dessen wurden ebenfalls die Rahmenbedingungen der Nachwuchsförderung überarbeitet.

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