Mit einer bitteren 0:3-Heimniederlage gegen den FC Vaduz setzt der FC Wil 1900 seine Achterbahnfahrt in der Challenge League fort. Während die Partie gegen Schaffhausen noch mit einem überzeugenden Auswärtssieg geendet hatte, blieb gegen die Liechtensteiner von Selbstvertrauen, Struktur und Spielfreude wenig übrig. Die Gäste aus dem Ländle zeigten, wie man mit Effizienz und taktischer Reife auswärts bestehen kann – der FC Wil 1900 wirkte hingegen über weite Strecken passiv und ideenlos.

Vaduz nutzt Wils Schwächen eiskalt aus
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Deme eröffnete den Torreigen nach 19 Minuten mit einem feinen Schlenzer – die Wiler Defensive hatte ihm zuvor zu viel Raum gelassen. Ein Eigentor von Geiger nach einer Ecke und ein sauber ausgespielter Konter durch Del Toro in der Nachspielzeit rundeten den Abend für Vaduz ab. Für Wil hingegen war es der erste Heimspiel-Auftritt seit Langem, bei dem nicht einmal der Hauch einer Wende in der Luft lag.

Trotz hohem Ballbesitzanteil blieben die Gastgeber weitgehend ungefährlich. Die Offensive kam kaum zur Geltung, in der Defensive unterliefen zu viele Fehler. Die wenigen Chancen – wie Maiers Weitschuss oder eine fast verwertete Hereingabe auf Rapp – verpufften wirkungslos. Auch die Dreifachwechsel zur Pause brachten keine Trendwende. Das Spiel war sinnbildlich für eine Mannschaft, die einen Abend lang nicht zusammenfand.

Nyon als Chance zur Wiedergutmachung
Die Gelegenheit zur Rehabilitation bietet sich rasch – und möglicherweise ist das auch gut so. Am Freitagabend reist der FC Wil 1900 ins Waadtland zu Stade Nyonnais. Diese Mannschaft hat sich im bisherigen Saisonverlauf als zäher, disziplinierter Gegner etabliert – leider punktet das Team auch gegen Wil regelmässig. Und so geht es für die Hämmerli-Elf darum, nicht nur die Leistung, sondern auch die Haltung zu korrigieren.

Mit Guzzo fehlt nach seiner vierten gelben Karte ein wichtiger Bestandteil in der Verteidigung. Wer seine Rolle übernehmen wird, bleibt offen. Klar ist: Trainer Marco Hämmerli muss seine Mannschaft neu sortieren. Nach der dieser Vorstellung vom Dienstag braucht es Spieler, die Verantwortung übernehmen, Präsenz zeigen und das Spiel aktiv gestalten wollen. Gerade gegen einen Gegner wie Stade Nyonnais, der kaum Räume lässt und auf Umschaltmomente lauert, ist dies essenziell.

Die Partie gegen Vaduz war ein Rückschritt – die Antwort darauf könnte bereits am Freitag gegeben werden. Die Englische Woche endet in Nyon. Vielleicht auch mit einem Saison-Schlussspurt.

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