Im Duell der jüngsten Mannschaften der Dieci Challenge League trennte sich der FC Wil 1900 am Sonntag mit einem 2:2-Unentschieden vom FC Schaffhausen. Das Spiel bot glückliche als auch bittere Momente. Immerhin konnte die Hämmerli-Elf in der Nachspielzeit einen Punkt retten.

Erste Halbzeit: Gute Phasen
Der FC Wil 1900 startete mit Ayo Akinola in der Sturmspitze, während Ruben Dantas nach Gelb-Sperre und Pause wieder als Aussenverteidiger auflief. Ansonsten spielte dieselbe Mannschaft wie beim eindrücklichen Sieg gegen Xamax. Die ersten 15 Minuten verliefen ereignislos, geprägt von einem aggressiven Pressing der Schaffhauser, das den Wilern kaum Raum für einen geordneten Spielaufbau liess. Und dann – aus dem Nichts – fiel das 1:0 für die Gastgeber: Akinola setzte sich auf der linken Seite durch und brachte eine Flanke rein, die von Sulaka unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde. Ein Kompliment dem Schiedsrichter, der zuvor nach einem Foul an einem Wiler auf Vorteil entschied.

Nach diesem Treffer verpasste es Wil, das 2:0 nachzulegen. Akinola, einer der auffälligsten Spieler der ersten Halbzeit, vergab eine grosse Chance allein vor dem Tor. Praktisch im Gegenzug nutzte Schaffhausens Giger seine Möglichkeit und erzielte nach einer schönen Einzelleistung mit einem gekonnten Schlenzer den Ausgleich zum 1:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause.

Zweite Halbzeit: Kampf und spätes Comeback
Was in der ersten Halbzeit phasenweise funktionierte, lief in der zweiten Hälfte bei Wil kaum mehr. Die Partie verflachte, Szenen wurden rar, und der FC Wil 1900 verzeichnete in dieser Phase keinen einzigen Torschuss. Schaffhausen, das phasenweise mit überhartem Einsteigen auffiel, kam in der 84. Minute zu einem spektakulären Treffer: De Donno zog aus der Distanz ab und traf zum 1:2 – ein Schock für die Wiler.

Doch die Gastgeber zeigten Moral und gaben nicht auf. In der 93. Minute, mit dem ersten ernsthaften Torschuss der zweiten Hälfte, sorgte Simone Rapp für den viel umjubelten Ausgleichstreffer. Kurz darauf hätte Behar Neziri beinahe das 3:2 erzielt, doch dieser Schlusspunkt wäre wohl zu viel des Guten gewesen.

Ein glückliches Unentschieden und ein Beweis dafür, dass die Mannschaft bis zuletzt kämpft. Nun geht es in die Länderspielpause, bevor der FC Wil 1900 am 24. November auswärts auf den FC Aarau trifft, wo Ex-Coach Brunello Iacopetta auf die Äbtestädter wartet.

HOPP WIL!

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